New Zealand 2014 - erste Erfahrungen

Nun, bald ist es zwei Jahre her seit dem letzten Update auf dieser Homepage. Nicht, dass wir in den zwei Jahren keinen Urlaub gehabt hätten, nein, aber jeder Ausflug muss ja auch nicht gleich aufgeführt werden.

Dieses Jahr jedoch lohnt es sich wieder. Wir sind wieder in Neuseeland. Für vier Wochen. Das Ganze Unterfangen startete mal mit dem Gedanken, meine Eltern auf ihrer Reise zu besuchen. Für die, die es nicht wissen, meine Eltern reisen um die Welt. Mehr dazu unter: www.rowefidibus.ch

Wie gesagt, Neuseeland. Viel habe ich dazu bereits geschrieben während unserer letzten Reise. Diesmal ist jedoch einiges anders.

1. sind wir nicht alleine und 2. haben wir diesmal mehr Zeit, da wir nur die Südinsel besuchen. Das heisst konkreter: die ersten zwei Wochen sind wir mit Fabian und Angela unterwegs, sind aktiv und schauen diverse Sachen an. Die verbleibenden 2 Wochen sind wir mit meinen Eltern unterwegs, machen sicher auch einiges, wissen aber noch nicht was. Oder wo. Mehr dazu zu gegebener Zeit.

Während ich das hier schreibe, ist der 25. Dezember. Weihnachten, also. Und so ganz habe ich das noch immer nicht verstanden: wieso feiert man Weihnachten im Sommer? Es ist mit ja schon klar woher Weihnachten kommt, Jesus und so. Aber wirklich? Sommer? Das funktioniert so einfach nicht ganz. Der Christbaum ist eine Tanne weil alles andere keine Blätter hat. Hier? Alles ist grün, soweit das Auge reicht. Tannen jedoch? Habe noch keine gesehen. In Natura. Man sollte den Brauch nochmals Überdenken.

Wie dem auch sei. Wir sind jetzt etwas mehr als eine Woche hier. Der 11. Tag sogar, wenn ich zähle. Gestartet sind wir in Christchurch, respektive Waipara. Noch nie gehört? Nicht verwunderlich, wenn auch schade. Denn da gibt es sehr guten Wein. Weil Fabian und Angela zwei Tage später geflogen sind, waren wir da mit meinen Eltern. Und in einem Eisenbahnwagen. Das ist für einmal kein Witz. Die haben da alte Eisenbahnwagen zu Zimmern umgebaut. Ziemlich cool, wenn auch definitiv renovierungsbedürftig. Wenn man ganz gut hingehört hat, konnte man die Ritzen anhand des durchpfeiffenden Windes zählen. Nach zwei kalten Nächten haben wir uns dann auf den Weg nach Christchurch gemacht um Fabian und Angela zu treffen. Und Stefi und Glen. Die beiden haben uns zu einem richtigen Kiwi-BBQ eingeladen. Komplett mit Kiwi-Dip und Hokey Pokey Glace. Ich will da nicht auf die Details eingehen. Belassen wir es einfach bei "sehr lecker". Jede weitere Information könnte das Bild verfälschen. Danke vielmals! Anyway, wir haben am Tag darauf noch unsere Trekking-relevanten Sachen eingekauft und waren somit "ready for the road".

Gesagt, getan. Der erste Stop war Lake Tekapo. Was soll ich sagen... lest doch den Artikel von unserer Weltreise, vermutlich war ich da bereits voll des Lobes. Einziger Unterschied dieses Mal: die Unterkunft war brilliant! Ein zweistöckiges Häuschen mit Seeblick. Gerne wären wir etwas länger geblieben, aber, wie es so schön heisst, "der Berg ruft". Wir mussten weiter nach Mount Cook Village um unser rendez-vous mit der Mueller Hut nicht zu verpassen. Ursprünglich zum Aufwärmen gedacht, entpuppte sich die Mueller Hut bereits als Prüfung. Der Weg hoch war äusserst anstrengend, aber noch relativ schön. Was dann folgte, muss man schon fast erlebt haben um es zu verstehen: eine Hütte auf rund 1850 Metern über Meer, Restschnee (viel!) und das Klohäuschen etwa 30 Meter weit weg. Nicht so toll. Aber okay. Das Ganze bei Schneeregen und 120 km/h Wind? Immer wieder interessant wie lange man den Gang zum Klo hinauszögern kann... Die Hiobsbotschaft dann am Abend beim Wetter verkünden: Aussichten für den Tag des Abstieges, 178 mm Regen und 90 km/h Wind. Wir befürchteten, wir müssten noch einen ganzen Tag und eine ganze Nacht bleiben. Kalt und nass. Und dann,während einer kurzen, ruhigeren Phase war Aufbruchsstimmung. Eine Familie mit relativen kleinen Kindern entschied sich den Abstieg zu wagen. Alle anderen folgten nach dem Motto "wenn die Kinder das schaffen, schaffen wir das auch". Und da waren wir. Wind und Wetter ausgesetzt. Nach rund 3 Stunden Abstieg wussten wir, dass a) wir habens geschafft und b) selbst teure Regenkleider von bekannten Marken haben keine Chance in diesen Bedingungen. Photos gibts übrigens keine davon, denn wir hatten schliesslich kein Tauchgehäuse für die Kamera dabei. Falls das überhaupt dicht genug gewesen wäre...

Mit Muskelkater aber wieder trocken hatten wir einen Ruhetag in Queenstown. Nochmals ein bisschen Shopping und ein wenig Rodeln, ein Bier hier und ein Glas Wein da. Relaxation time. Trotzdem nicht ganz genug um die Muskeln wieder total fit zu kriegen für das, was nun folgen würde: der Routeburn Track. 3 Tage, 2 Nächte, 32 km, tiefster Punkt ca. 500 MüM, höchster Punkt knapp unter 1300 MüM. Zu Fuss. Entgegen allen Vorzeichen fasse ich mich hier jedoch sehr kurz: anstrengend, aber jeden Tropfen Schweiss wert. Wenig Schlaf wegen Massenschlaggeräuschkulisse und/oder äusserst schmerzhaftem Sonnenbrand. Extremes Wetterglück mit 3 Tagen ohne Wolken. Schnauze voll von Trekkingnahrung. Nun ab in die Gallery und Bilder anschauen. Mehr gibts nicht zu sagen. Oder doch? Ah ja, die Dusche dann im Hotel in Te Anau war möglicherweise die Schönste die ich je hatte!

Wie vorher bereits erwähnt, es ist der 25. Dezember und wir sind auf der Doubtful Sound Overnight Cruise. Bei relativ gutem Wetter, sogar. Das heisst: ich bin dann mal auf Deck. Tschüss!